Was ist der Unterschied zwischen einem Lipom und einem Liposarkom? Hier findest Du hilfreiche Informationen im Überblick. Jetzt reinlesen!
Als Lipom-Patient ist es mir wichtig meine Erfahrungen und Erkenntnisse auf meinem Blog mit Gleichgesinnten und Interessierten zu teilen und dabei über mögliche Ursachen sowie Behandlungsmethoden zu informieren. In diesem Blogbeitrag möchte ich das schwierige Thema bösartige Tumore angesprechen, denn unter Umständen können sich unter den zu meist „harmlosen“ Lipomen sogenannte Liposarkome befinden. Was genau das ist, welche Unterschiede es gibt und wen man im Zweifel aufsuchen sollte, möchte ich im Folgenden beleuchten.
Definition
Zuerst möchte ich auf kurz auf die besonderen Merkmale von Lipomen und Liposarkomen eingehen. Aus diesem Grund findest Du hier zwei Definitionen in der Übersicht.
Liposarkom
Die Universität Heidelberg beschreibt ein Liposarkom als einen bösartigen aber seltenen Tumor, der im Weichgewebe (Fettgewebe, Bindegewebe oder Muskelgewebe) entstehen kann und vorwiegend ab 50 Jahren, aber auch bei Kindern und jungen Erwachsenen auftreten kann.
Lipom
Die Website der TKK beschreibt Lipome als gutartige Tumore bzw. Fettansammlungen, die sich unter der Haut entwickeln und sich aus reifen Fettgewebszellen herausgebildet haben. In den meisten Fällen bilden sie sich direkt im Unterhautsgewebe, können aber auch an Organen oder im Muskelgewebe auftreten.
Unterschiede
Laut gesundheit.de wächst im Vergleich zu einem Lipom ein Liposarkom sehr viel schneller und kann deutlich größer werden. Zudem besteht die Gefahr einer Metastasierung, also Zellabsiedlungen, die sich im Körper ausbreiten können. Hier eine Übersicht:
Liposarkom | Lipom | |
Artigkeit | Bösartig | Gutartig |
Auftreten | Treten dort auf, wo Fettgewebe vorhanden ist. Daher vorwiegend an den Beinen und Armen, Bauch sowie Schulter und Nacken. | Auch ein Lipom kann an verschiedenen Körperstellen auftauchen wie Armen, Beinen, Bauch und Schulter. |
Größe | Können deutlich größer werden und die Größe von 5 Zentimeter überschreiten. | Bleiben meist klein und werden nicht größer als 5 Zentimeter. |
Metastasierung | Laut Uniklinik Ulm können Zellabsiedlungen in der Lunge auftreten. | Keine. |
Behandlung | Laut medlexi.de empfiehlt sich eine operative Entfernung. Je nach Fall kann eine anschließende Strahlen- oder Chemotherapie folgen. | Eine dringende operative Entfernung ist nicht notwendig. Einzig aus ästhetischen oder medizinischen Gründen. |
Wiederauftreten | Eine Neubildung an der gleichen Stelle ist möglich. | Auch Lipome können an bereits operierten Stellen neuwachsen. |
Behandlung – Liposarkom
Die Uni-Klinik Ulm beschreibt unterschiedliche Methoden, mit der ein Liposarkom behandelt werden kann. Die Art der Behandlung ist davon abhängig, in welchem Entwicklungsstadium sich das Liposarkom befindet. Je früher dieses diagnostiziert wird, umso erfolgreicher die durchgeführte Behandlung und der anschließende Heilungsprozess.
- Operativer Eingriff, bei dem das Liposarkom chirurgisch entfernt wird.
- Strahlentherapie, die vor und nach der Operation angewandt werden kann.
- Chemotherapie, die durchgeführt wird, um Metastasen zu reduzieren.
- Amputation als letzte Möglichkeit, falls keine der beschriebenen Behandlungsmethoden einen Erfolg verspricht.
FAQ
Ein Liposarkom ist daran zu erkennen, dass es innerhalb wenigen Wochen oder Monaten sehr schnell wächst. Ernst wird es dann, wenn es Schmerzen verursacht, dann sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.
Grundsätzlich ist ein Lipom gutartig. Trotzdem, sollte dieses Schmerzen verursachen oder sehr schnell wachsen, besteht Verdacht auf ein Liposarkom. Dieses ist bösartig und sollte untersucht und anschließend behandelt werden.
Ein Liposarkom kann in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Wichtig ist dabei, dass es früh erkannt wird, damit eine zeitnahe Behandlung umgesetzt werden kann.
Hast Du bereits Erfahrungen mit einem Liposarkom gemacht? Dann schreibe mir doch gerne einen Kommentar oder kontaktiere mich via E-Mail! 🙂
Quellen
Universität Heidelberg:
https://eliph.klinikum.uni-heidelberg.de/texte_s/563/liposarkom
Techniker Krankenkasse:
https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/krebserkrankungen-oder-tumoren/gutartige-fettgeschwulst-lipom-2018012